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23.05.2011

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KULTUR: Fische und Fenster

Bemerkenswerte Präsentation in Summt

SUMMT - Vor zehn Jahren konnte Wolfram Ritschl das Restaurant „Summter Storch“ wiedereröffnen. Jahrelang war das Haus verfallen. Aber der Berliner Gastronom besitzt eben ein Faible für historische Gebäude...

Um dieses Jubiläum mit einem besonderen Akzent zu versehen, mobilisierte er seine Freundschaft zu dem renommierten Berliner Maler, Grafiker, Objektkünstler und Bühnenbildner Wolfgang Nieblich und initiierte eine Ausstellung. Ein Thema war durch die benachbarten Summter und Mühlenbecker Seen schnell gefunden – und eine Örtlichkeit auch. Der historische Tanzsaal mit seinem Dielenfußboden, glitzernden Kronleuchter, seinen imitierten Marmorsäulen und seinen im historischen Stil belassenen Fenstern eignet sich perfekt als Präsentationsfläche für die Collagen, Assamblagen und Fotos zum Thema Fische und Fenster. Wolfgang Nieblich holte sich Lothar Hartmann, gelernter Farblithograf, Werbefachmann und Fotokünstler sowie die Verlegerin und Fotografin Catharine J. Nicely an die Seite. Gemeinsam haben sie im Verlag „PalmArtPress“ den Band „Der Hecht im Schulranzen“ herausgegeben. Sie gaben ihm den Untertitel „Ein Bericht“, in dem Wolfgang Nieblich als Autor das Wahre mit dem Falschen zu fantasievollen, manchmal skurrilen Begebenheiten verknüpft. Eine Auswahl der Bilder dieses Bandes hängt nun im Saal vom „Summter Storch“, verbindet Historie mit Moderne zu einem Gesamtkunstwerk.

Ausgehend von einer wahren Geschichte, bei der einem jugendlichen Angler ein eben gefangener Hecht aus dem Schulranzen gestohlen wurde, ranken sich die Collagen und Assemblagen auf Leinwand oder auf Holz von Wolfgang Nieblich um das Thema Hecht. Der befindet sich mal im kleinen Hechttheater, mal wechselt er vom Schatten ins Licht. Da Nieblich oft Bücher als Gestaltungselemente für seine Skulpturen benutzt, hat er den belesenen Hecht auch in eine Bibliothek transferiert.

Im Kontext zu den Hechtbildern hängen die Fotos von Catharine J. Nicely, die ebenfalls das Fischthema, aber in allgemeingültiger Form als „Devein Shrimp“, „Pure Food Fish Market“ oder als „Lobster Tails“ aufgegriffen hat.

Deutlichen Gegensatz dazu bildet eine Serie von Fensterbildern, die Lothar Hartmann in Dänemark aufgenommen hat. Auch sie verweisen im weitesten Sinne auf Fischfang und Seefahrt. Dabei versteht es Hartmann, die Ausschnitte so zu wählen, dass ihm mit einfachen Motiven eine poetische Ästhetik gelingt.

Eine Verkaufsausstellung, deren Besuch unbedingt zu empfehlen ist, mit einer Preisspanne der Exponate von 70 bis 4400 Euro.

Die Ausstellung im „Summter Storch“, Liebenwalder Straße 64, ist bis zum 17. Juli täglich von 10 bis 20 Uhr zu besichtigen. (rw)


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  • 26.02., Spencer Bohren, Zehdenick
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