Barnim Grüneberg,
Stettin, No. 538, 1907
Pneumatische Taschenladen
Manual I C-f''' Pedal C-d'
Bourdon 16' Violon 16'
Principal 8' Subbaß 16'
Hohlflöte 8' Octavbaß 8'
Gamba 8' Cello 8'
Rohrflöte 8' Posaune 16'
Octave 4'
Gemshorn 4' Calcant
Rauschquinte 2 2/3' Manualcoppel
Cornett 2-3f. Pedalcoppel I, Pedalcoppel II
Mixtur 4f. Pianopedal, Auslöser
Manual II (Schwellwerk)
Lieblich Gedact 16' Feste Kombinationen: P, MF, F, Tutti, Auslöser
Geigenprincipal 8' Freie Combination, Auslöser
Gedact 8' Rohrwerke aus
Salicional 8' Rollschweller, Ausschaltung
Aeoline 8' Crescendowalze
Voix celeste 8' Schwelltritt
Fugara 4'
Flaute traverse 4'
Progressio harmoniqua 2-3f.
Im Todesjahr Barnim Grünebergs wurde als eine der letzten Arbeiten unter seiner Geschäftsführung und gleichzeitig als eine der ersten Orgeln, welche die 1906 neu gebauten Fabrikationsanlagen in Stet-tin-Finkenwalde verließen, das Lychener Instrument gebaut. Es ist das größte, vollständig erhaltene romantische Werk in der Uckermark. Mit den üblichen, üppigen Spielhilfen versehen, hat es die Zeiten unangetastet überdauert, obwohl es noch 1993 Bestrebungen seitens des Kreiskantors in Templin gab, das Instrument abbauen und ersetzen zu lassen.
Die Lychener Kirche beherbergte vor der Grüneberg-Orgel ein 1852 von Ernst und Wilhelm Sauer er-bautes Instrument, das 1874 nach Gerswalde verkauft wurde und dort restauriert erhalten ist, sowie ein 1873 von Wilhelm Remler (Berlin) errichtetes Werk, das 1907, nach nur 34 Dienstjahren dem neuen Instrument von Grüneberg weichen musste.
Quelle: Hannes Ludwig, Orgelhandbuch Brandenburg, Band 1, Uckermark (Westteil), Berlin 2005