Ernst und Wilhelm Sauer, Friedland, 1852 1996-2003
Restaurierung durch Christian Scheffler, Sieversdorf
Mechanische Schleifladen
Manual C-f’’’
Bordun 16’
Principal 8’
Gedact 8’
Viola di Gamba 8’
Praestant 4’
Rohrflöte 4’
Nassard 2 2/3’
Octave 2’
Mixtur 2-3f.
Pedal C-d’
Subbaß 16’
Octavbaß 8’
Octave 4’
Posaune 16’
Pianotritt
Calcant
Evacuant
2 Keilbälge, elektrisches Gebläse
Das ursprünglich für die evangelische Kirche in Lychen gefertigte Instrument wurde von dort im Sommer 1874 für 500 Reichsthaler nach Gerswalde verkauft. Anschließende Reparaturarbeiten durch Albert Lang (Berlin) kosteten die Gemeinde nochmals 305 Reichsthaler. - Bis in die 1950er Jahre war die Orgel spielbar. Als auch die Bälge versagten, blieb das Instrument stumm, bis es ab 1996 schließlich in mehreren Bauabschnitten in ausgezeichneter Qualität durch die Orgelwerkstatt Scheffler restauriert werden und am 1.6.2003 durch den Verfasser wiedereingeweiht werden konnte. - Die von Ernst und Wilhelm Sauer gemeinsam ausgeführte Orgel zählt zu den ganz wenigen erhaltenen Werken Ernst Sauers, dessen Unternehmen durch die Mitarbeit seines Sohnes in jener Zeit einen großen qualitativen Aufschwung erfuhr.
Im Abnahmegutachten des damaligen Orgelrevisors August Wilhelm Bach heißt es am 13.11.1852: „Das volle Werk, d.(h). die Orgel mit allen angezogenen Stimmen bringt in der Kirche eine bedeutende Wirkung hervor, wie überhaupt die Orgel dem Organisten für den kirchlichen Gebrauch manche schöne Mittel zur Verschönerung des Gesanges, so wie zur Führung desselben darbietet.“
Quelle: Hannes Ludwig, Orgelhandbuch Brandenburg, Band 1, Uckermark (Westteil), Berlin 2005